Mene-Tekel-Tricks

Das Kombinieren von kurzen und langen Karten ist schon seit langem bekannt. Wer im Endeffekt als erster auf die Idee mit dieser Methode kam, läßt sich nicht mehr nachvollziehen. W. D. Leroy aus Boston führte den Begriff Mene Tekel ein, der sich bis heute für die Bezeichnung eines Decks aus 26 normalen und 26 gekürzten Karten gehalten hat. Die 26 gekürzten Karten sind mit den 26 normalen identisch, so daß jede Karte im Spiel genau zweimal vorkommt. Die identischen Karten liegen jeweils hintereinander, so daß nach jeder kurzen Karte eine lange Karte folgt. (Die unterste Karte im Spiel sollte immer eine lange Karte sein!!). Sicherlich kann man sich Mene-Tekel Decks auch für entsprechendes Geld in Zauberläden kaufen. Die Herstellung solcher Decks ist aber nun wirklich so trivial, daß man sich das Geld wirklich sparen kann.

Um das Deck als normales Kartendeck vorzustellen, werden die Karten zunächst an der unteren Schmalseite aufgestoßen. Dadurch sind alle Karten an der Unterkante ausgerichtet. An der oberen Schmalseite kann man bei genauerem Hinsehen (je nachdem wieviel Sie abgeschnitten haben), die unterschiedlichen Kartengrößen erkennen. Nachdem die Karten aufgestoßen wurden, kann man nun mit dem Daumen durch die Karten hindurchrauschen. Da die kurzen Karten jeweils gleich mit hinüberklappen, sieht der Zuschauer jeweils nur eine der doppelten Karten. Der Zauberer fordert den Zuschauer auf, seinen ausgestreckten Finger irgendwann zwischen die durchrauschenden Karten zu schieben. Dies teilt das Kartenspiel in zwei Teile. Der obere Teil wird nun nach unten "abgehoben", so daß die vom Zuschauer gewählte Karte oben liegt. Der Zuschauer darf nun die oberste Karte vom Stapel nehmen, sich diese anschauen und anschließend irgendwo zwischen das Spiel stecken. Was der Zuschauer natürlich nicht weiß, ist daß die nun oben liegende Karte genau denselben Wert hat, wie die gezogene Karte. Der Zauberer hat nun genügend Möglichkeiten den Trick zu beenden, solange er die oberste Karte unter Kontrolle hat.