Svengali-Tricks

Ein Svengali-Deck sollte jeder in seiner Kartensammlung besitzen. Grundsätzlich sollte man sich aber möglichst ein 52 Karten-Svengali Deck kaufen und von den 32-Karten-Decks eher die Finger lassen, da diese auffällig schnell durchrauscht werden. Im folgenden spreche ich daher immer von einem 52-Karten Deck. Erfunden hat das Svengali-Deck angeblich Burling Hull etwa Anfang des 20. Jahrhunderts.

Das Svengali-Deck besteht aus 27 verschiedenen Karten. 26 vollkommen "normale" Karten und eine weitere Karte, die allerdings 26 mal im Deck enthalten ist. Diese Karten sind zudem kurze Karten, d.h. sie sind ca. 0,4-0,5 Millimeter kürzer, als die anderen Karten. Kurze Karten und lange Karten wechseln sich jeweils ab, so daß beim Durchrauschen entweder nur die kurzen oder die normalen Karten sichtbar werden. Werden die Karten mit der Bildseite in Richtung Zuschauer durchrauscht, werden nur die "normalen" Karten sichtbar (Die Karten fallen immer paarweise und da die kurzen Karten nicht berührt werden, fallen diese jeweils mit). Um die kurzen Karten zu zeigen (wenn man das überhaupt will) wird das Spiel ebenfalls durchrauscht, allerdings zeigt nun die Rückenseite der Karten in Richtung Zuschauer, wobei die Karten in einem ca. 30 - 45 Grad Winkel gehalten werden.

Die Karten lassen sich gezielt abheben, indem man die Karten auf dem Tisch liegen läßt, mit einem Finger leicht auf das Deck drückt und an der Schmalseite mit dem Daumen ein paar Karten abrauscht. Damit befindet sich immer eine normale Karte auf der Unterseite und eine kurze Karte auf der Oberseite des Decks. Ein Svengali-Deck läßt sich auch gut mischen. Durch Riffeln kann man jeweils zwei Karten überwerfen, so daß die Folge (kurze Karten - normale Karte - kurze Karte...) erhalten bleibt. (Übung erforderlich!!)

Der Zauberer rauscht kurz durch das Spiel durch, um des den Zuschauern zu zeigen. Die Karten können nun mehrmals (auch durch die Zuschauer) abgehoben werden. An der Reihenfolge kann dadurch nichts geändert werden, egal wo die Karten abgehoben werden. Anschließend fordert der Zauberer den Zuschauer auf, seinen ausgestreckten Finger irgendwann zwischen die durchrauschenden Karten zu schieben. Dies teilt das Kartenspiel in zwei Teile. Der obere Teil wird nach unten gesteckt (Damit ist gewährleistet, daß eine lange Karte als unterste Karte im Spiel liegt). Der Zuschauer darf die "frei gewählte" Karte, die auf dem Reststapel liegt, betrachten (Es ist eine kurze Karte).